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Ich sehe es immer wieder. Jemand startet ein Business und hat kaum angefangen, da gibt es schon verschiedene Angebote. Ein kleines Paket für die einen, ein größeres für die anderen, dazu noch eine individuelle Variante. Vielleicht noch ein Kennenlerngespräch, eine Beratung und etwas, das später einmal ein Kurs werden könnte.
Alles, was man anbieten könnte, landet irgendwie mit auf der Speisekarte.
Ich kann verstehen, warum das passiert. Gerade am Anfang möchte man möglichst viele Menschen abholen. Wenn jemand etwas anderes braucht, soll es schließlich auch etwas Passendes geben. Und wenn man schon verschiedene Dinge kann, warum sollte man sich nur auf eines beschränken?
Nur wird aus diesem Gedanken schnell ein Angebot, das mehr Möglichkeiten zeigt, als jemand eigentlich braucht.
Denn dein erstes Angebot muss nicht zeigen, was alles möglich ist. Es darf einfach zeigen, was du anbietest.
Eine Sache. Klar beschrieben. Für einen Menschen, der genau diese Sache braucht.
Das ist nicht nur für dich einfacher. Es ist auch für denjenigen einfacher, der vor deiner Webseite sitzt und sich fragt, ob er bei dir richtig ist. Es gibt einen Unterschied zwischen Auswahl und Orientierung. Drei passende Möglichkeiten können hilfreich sein. Zehn Varianten machen eine Entscheidung nicht automatisch besser.
Gerade am Anfang finde ich es deshalb ziemlich angenehm, wenn ein Business noch nicht versucht, alles gleichzeitig zu sein.
Du musst nicht für jede denkbare Situation ein eigenes Angebot bauen. Du musst auch nicht vorsorglich alles anbieten, was du irgendwann einmal anbieten könntest.
Du kannst mit dem anfangen, was du gut kannst und wofür jemand bereit ist, Geld zu bezahlen.
Dann kannst du beobachten, was passiert.
Vielleicht merkst du, dass eine bestimmte Variante besonders gefragt ist. Vielleicht entsteht daraus später ein weiteres Angebot. Vielleicht stellst du auch fest, dass etwas, von dem du dachtest, es würde unbedingt dazugehören, überhaupt niemand braucht.
Das alles kannst du später entscheiden.
Dein erstes Angebot muss nicht schon die fertige Speisekarte deines gesamten Business sein. Es darf einfach der erste Teller sein, den du auf den Tisch stellst.
Und wenn der gut ankommt, kannst du immer noch überlegen, ob du die Karte erweiterst.
Dein erstes Angebot muss kein Menü sein. Ein Gericht reicht völlig.
Auf mehr Einfachheit,
Michaela
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